Als Nahrungsergänzungsmittel werden pro Jahr etwa 3000 Tonnen Rohmasse Spirulina platensis aus kommerziellem Anbau verkauft. Die getrockneten grünfarbigen Präparate zeigen eine nach Herkunft unterschiedliche Zusammensetzung: (igv-gmbg)
Proteine 55–67 %
Kohlenhydrate 10–19%
Fette 7–15%
Mineralstoffe 5–9%
Kohlenhydrate 10–19%
Fette 7–15%
Mineralstoffe 5–9%
In den Proteinen sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Daneben findet sich β-Karotin – eine Vorstufe des Vitamin A –, B-Vitamine und Vitamin E. Hohe Werte für Calcium, Eisen und Magnesium wurden gefunden. Die Anwendung von Spirulina-Präparaten senkt möglicherweise die Cholesterin-Konzentration im Blut. Da bei den durchgeführten Studien jedoch nur ein geringer Effekt zu Tage trat und die jeweilige Anzahl der Probanden bei den Studien gering war, müssen weitere Studien zeigen, ob Spirulina tatsächlich als cholesterinsenkend einsetzbar ist, und die mit der Nutzung möglichen Nebenwirkungen (vor allem allergische Reaktionen, von denen bisher allerdings keine bekannt sind) vertretbar sind.
Im Unterschied zu Meeresalgen enthält Spirulina als Süßwasser-Cyanobakterium kein Iod. Spirulina ist in Deutschland wie auch die Süßwasseralge Chlorella in Form von Pulver oder Tabletten als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und wird in (Bio-)Lebensmitteln als nährstoffreiche Zutat verarbeitet (Nudeln, Fruchtriegel, Getränkepulver etc.).
Spirulina wird heute in Aquakulturen bei einer Wassertemperatur von bis zu 35 Grad Celsius vermehrt. Zur Ernte pumpt man das Wasser mit den Mikroorganismen durch einen Filter und eine Zentrifuge und trocknet den so gewonnenen Schlamm anschließend mit Heißluft. Spirulina ist auch unter der Bezeichnung „Mikroalgen“ im Handel. Ein Problem stellt die Kontamination mit Microcystinen durch (teilweise toxische) Algen dar, sofern das Bakterium nicht in separaten, abgeschlossenen Becken kultiviert wird, sondern aus offenen Seen geerntet wird.
Andere Verwendung findet man in der Biotechnologie und in der Biotechnik, wo Spirulina unter anderem als Biokatalysator in Fermentationsprozessen und zur Energiegewinnung verwendet wird.
Spirulina ist auch Bestandteil vieler Fischfutter und einiger Katzenfuttermittel.

